10. Februar 2012 Niebüll
Susanne Kunsmann arbeitet seit 2004 im Evangelischen Kinder- und Jugendbüro des Kirchenkreises Nordfriesland. Ihr Büro ist im Haus der Familie in der Uhlebüller Straße in Niebüll zu finden.
Kunsmann wurde am 25. Dezember 1974 in Flensburg geboren und wohnt in Schobüllhuus/Großenwiehe. Sie absolvierte eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, später schloss sich eine Ausbildung zur Diakonin an. Die Einsegnung erfolgte im Schleswiger Dom im Jahr 2003. 2010 beendete sie eine Ausbildung zur Fundraiserin und Sozialfachwirtin.
Was ertragen Sie nur mit Humor? Inkompetenz gepaart mit Arroganz und Dummheit
Wofür sind Sie dankbar? Mein erster Gedanke, der mir bei dieser Frage kommt ist, dass ich dankbar bin für meine Familie und meine Freunde. Die Möglichkeit, so sein zu dürfen, wie ich bin, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen, ist ein großes Geschenk.
Welches Buch lesen Sie gerade? Ich lese gerade ein Buch, das heißt Die Hütte. Anfänglich eher ein Krimi, geht es dann über in ein Buch über Glauben. Ein Mann, der sehr verzweifelt ist, erhält eine Einladung von Gott. Blöder Scherz oder ist es wahrhaftig eine Einladung vom Schöpfer? Ein tiefsinniges und zugleich humorvolles Buch, das es schwer macht, es zur Seite zu legen.
In welchem Film hätten Sie gerne mitgespielt? In welcher Rolle? »Grüne Tomaten« – ein Film von 1991 gehört zu meinen Lieblingsfilmen. In dem Film gibt es eine Figur mit dem Namen Idgie, ein eigenwilliges, widerspenstiges kleines Mädchen, entwickelt sich durch ihre Abenteuer zu einer Frau mit großem Herz und Durchsetzungsvermögen.
Glauben Sie an ein Jenseits? Der Gedanke dass ich die Menschen, die ich in meinem Leben bereits verloren habe, im Jenseits wieder sehe, macht den Zustand erträglich, dass ich sie hier auf Erden nicht um mich habe. Also, ja, ich glaube an das Jenseits.
Wären Sie gerne noch einmal 20 Jahre alt? Als ich neulich die ersten grauen Haare entdeckt habe, habe ich mir schon gewünscht, noch mal etwas jünger zu sein. Aber mal im Ernst: Nein, ich möchte keine 20 Jahre mehr sein. Ich habe mir bereits viel aufgebaut in meinem Leben, habe gute Ausbildungen und Fortbildungen genießen dürfen, habe tolle Freunde, und eine Arbeit, die mir viel Freude bereitet.
Mit wem wären Sie gerne einmal zwei Stunden im Fahrstuhl eingesperrt? Ich würde mir die Zeit für mich ganz alleine nehmen. Zwei Stunden ohne Ablenkung, ohne Handy, ohne Internet. Herrlich. Zeit zum Nachdenken.
Wofür engagieren Sie sich gerne? Ich war vor drei Jahren für ein paar Wochen in Tansania. Dort habe ich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Seit dieser Zeit fasziniert mich das Land und die Menschen. Ich versuche, den Kontakt zu diesen Menschen zu halten, versuche sie zu unterstützen.
Worauf würden Sie ungern verzichten? Am liebsten würde ich auf gar nichts verzichten! Aber wenn es denn sein muss: auf Facebook.
Haben Sie ein Lebensmotto? Welches? Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm. 8,14).
Welches Talent hätten Sie gerne? Ich würde gerne Klavier spielen können.
Wofür ernten Sie immer wieder Lob/Kritik? Viele Menschen melden mir zurück, dass sie an mir meine Ideen, meine Zuverlässigkeit, meine Authentizität mögen. Kritik bekomme ich immer mal wieder für meine Ehrlichkeit. Ist ja auch nicht immer schön zu hören, was andere denken.
Was gucken Sie gerne im Fernsehen? Im Alltag schaue ich kein Fernsehen, da komme ich gar nicht zu. Wenn ich mal Zeit habe, dann schaue ich am liebsten zusammen mit Freunden irgendetwas Unterhaltsames.
Welche historische Person hätten Sie gerne kennen gelernt? Ich hätte gerne Jesus Christus kennengelernt. Das was ich über ihn lese, ist schon überaus spannend und ergreifend. Was dieser Mann mir wohl alles erzählen würde?
Welche Musikrichtung bevorzugen Sie? Ich bin keiner Musikrichtung zuzuordnen. Es kommt immer auf die Situation an. Mal sind es die Charts aus dem Radio, mal die sanften Töne einer Meditations-CD. Dazwischen liegen dann Musicals, afrikanische Klänge und Hip Hop.
Was bedeutet der PC für Sie? Arbeitserleichterung, Professionalisierung, Kommunikation.
Sie bekommen zwölf Gäste. Was kochen Sie? Meine Gäste werden bei mir immer selber zu Köchen. Das Beste am gemeinsamen Essen ist es, Zeit miteinander zu verbringen. Beim Raclette oder Wokken ist dafür reichlich Gelegenheit.
Dieser Text erschien zuerst in Moin Moin.
Wir danken dem Graf von Baudissin Verlag, Husum, für die Erlaubnis.
Foto: Dix
Evangelisches Regionalzentrum Westküste