Viele Glieder am einen Leib Christi
Breklum – Das Bild von den vielen Gliedern an dem einen Leib Jesu Christi stand im Mittelpunkt der Andacht zur Eröffnung des diesjährigen ökumenischen Jahresfestes. Gäste aus nah und fern versammelten sich unter der Blutbuche und stimmten sich miteinander geistlich auf das Thema der Veranstaltung ein: In diesem Jahr geht es um den Klimawandel – und um die Frage der Gerechtigkeit. Denn die Folgen des Klimawandels spüren zuerst die, die ihn am wenigsten verursacht haben.
An einem langen Seil wurden die Besucher rund um die Buche zusammengerufen. “Wenn alle gleichmäßig daran ziehen, haben wir einen perfekten Kreis”, so Andreas Schulz-Schönfeld vom Nordelbischen Missionszentrum. Aber dann bat er, dass doch einmal bestimmte Nationalitäten stärker ziehen sollten, andere sollten dagegen nachgeben – sofort geriet der Kreis aus dem Gleichgewicht. “Seht ihr, das passiert, wenn nicht alle aufeinander achten und einige sich mehr herausnehmen”, sagte Schulz-Schönfeld in Anspielung auf die Klimakrise. Als Glieder am Leib Jesu Christi müssten wir diese Fürsorge füreinander lernen, so der Pastor.
Die Andacht war schlicht und schön. Sie erreichte die Menschen, die aus vielen Ländern und aus vielen Generationen zusammenkamen. Andreas Schulz-Schönfeld gestaltete sie gemeinsam mit Andreas Hamann vom Evangelischen Regionalzentrum Westküste (ERW) und Paul-Gerhard Hörschelmann von der Kirchengemeinde Breklum sowie internationalen Gästen. Die Posaunenchöre aus Nordfriesland sorgten unter Leitung von Heike Müller für den musikalischen Rahmen.
Text und Bild: Inke Raabe
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