Gesundheit und Prävention
Nach wie vor ist die Zahl der HIV-positiven Menschen im Bereich der Konde Diözese sehr hoch. Festzustellen ist, dass die Testwilligkeit bei Frauen deutlich höher ist als bei Männern. Dies liegt in erster Linie daran, dass die gesellschaftliche Isolierung HIV-Positiver immer noch sehr hoch ist. Ein weiterer Grund für die höhere Testbereitschaft der Frauen liegt sicher auch darin begründet, dass schwangere Frauen heute per Gesetz gezwungen sind, sich auf das HI-Virus testen zu lassen.
Erfreulich ist festzustellen, dass die Zahl der Hausgeburten deutlich zurück gegangen ist. Nach Schätzung des AIDS-Beauftragten der Konde Diözese, Pastor Mangossi, entbinden nur noch etwa fünf Prozent der HIV-positiv getesteten Frauen zu Hause mit Hilfe örtlicher Hebammen. Bei Hausgeburten ohne stationäre medikamentöse Vorbereitung der HIV positiven Mutter ist die Übertragung des AIDS-Virus auf das neugeborene deutlich am höchsten: Sie liegt dann bei 40 Prozent der Geburten.
Bei rechtzeitiger medikamentöser Vorbereitung (mindestens eine Woche vor den ersten Wehen) der infizierten Schwangeren im Krankenhaus sinkt die Übertragungshäufigkeit auf bis zu 20 Prozent!
Bei rechtzeitiger medikamentöser Vorbereitung und einer Kaiserschnittentbindung ist die Übertragungswahrscheinlichkeit äußerst gering. Sie liegt dann nur noch bei höchstens einem Prozent bei gleichzeitiger begleitender medikamentöser Behandlung des Neugeborenen.
Als weitere Erfahrung wurden genannt: Fruchtblasenpunktionen bei infizierten Schwangeren sollten grundsätzlich unterbleiben, da sie regelmäßig zur Übertragung des Virus auf das ungeborene Kind führen.
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